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Kahnfahrt im Spreewald

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Vergangene Woche haben wir uns mit Freunden verabredet eine Kahnfahrt im Spreewald zu unternehmen. Ein paar Tage vorher haben wir telefonisch bei einem Fährmann mit entsprechendem Kahn angerufen und uns ein Boot für drei Stunden reserviert.

Start und Zielpunkt unserer Kahnfahrt war dann Lübben, Kreisstadt des Landkreises Dahme-Spreewald in der brandenburgischen Niederlausitz. Geparkt haben wir nahe unseres Einstiegs, Höhe Lindenstraße am Kreisverkehr, bei dem das Tagesticket nur 5,- Euro kam.

Unser Fährmann erwartete uns bereits und es konnte direkt losgehen. Auch der Kahn war entsprechend vorbereitet, nicht nur dass er schön eingedeckt als auch bestuhlt war, unter den Bänken waren genügend Getränke für unsere Tour vorgelagert. Sekt, Bier, kleine Schnäpse, Getränke für die Kinder… es fehlte an nichts. Preislich… lest am Ende am besten selbst.

Wir fuhren also los, und mussten gleich in die erste von insgesamt drei angesagten Schleusen. Die Schleuser, so erzählte uns unser Bootsführer, machen das hier alle ehrenamtlich und würden sich immer über ein kleines Trinkgeld freuen, dem wir auch gerne nachkamen.

Unser Fährmann setzte das Staken des Bootes (so nennt man hier das Führen von Kähnen) nach der Schleusung fort und wir waren direkt im tiefen dunklen Grünen des Spreewaldes obwohl wir eigentlich noch innerhalb der Stadt Lübben waren. Ein Fährmann darf übrigens nicht einfach so Passagiere befördern, er muss einen entsprechenden Schiffsführerschein besitzen als auch zusätzliche theoretische und praktische Prüfungen für die Fährmannseignung absolvieren, bevor er (oder sie) sich Fährmann bzw. Fährfrau nennen dürfen.

Die erste Stunde fuhren wir ein Stück dann sogar per Hilfsmotor, an verschiedenen Stellen ist das dort erlaubt bzw. laut unserem Fährmann auch mit dem Staken gar nicht mehr sonst zu schaffen. Immer wieder kamen uns andere Kähne aber auch sehr viele Kanuten entgegen. Größtenteils Hobby- und Urlaubs-Kanuten, die dann nach dem Weg fragten und ob sie bald wieder in der Stadt wären.

Nach einer Stunde, und sehr vielen interessanten Erzählungen als auch Erklärungen zu Punkten am Ufer erreichten wir wieder Lübben und wir machten eine kurze Pause auf der Schloßinsel, zu der wir nach der Tour auch noch mit den Kindern wollten. Ein kleines Eis für die Kinder, ein Eimer Gurken für die weitere Fahrt und der schnelle Toilettengang an der Touristeninfo, und zurück ging es auf den Kahn.

Nun setzten wir die Tour fort, die nächste Schleuse wartete und auch die Natur lockte wieder mit allerlei Vögelgesängen. Das es hier überfüllt war konnten wir nicht sagen. Klar kamen uns immer wieder halt andere Boote entgegen, aber wirklich in geringer Anzahl. Es verlief sich sehr über die ganzen Kanäle, man konnte die Natur wirklich genießen, ja teilweise waren keine andere Menschen in Sichtweite. Gleich auch mal die Anmerkung, dass keines der Kinder sich gelangweilt oder fehl am Platz fühlte. Im Gegenteil, sie genossen die Natur und alles was es zu sehen gab, genau so wie wir Großen.

Die Fahrt führte vorbei an kleinen Grundstücken, an Hotels, weiteren Häfen aber auch an den Stellen, wo die Bieber ihr Unwesen trieben. Bieberbauten, abgenagte Baumkrusten aber auch komplett gefällte Bäume waren deutlich zu erkennen.

Nach insgesamt drei Stunden endete unsere Fahrt, welche uns für alle 180,- Euro kostete und … 15 Euro an Getränken, wobei wir mit neun Köpfen alle entsprechend was getrunken haben. Da kann man wirklich nicht meckern und jedem das nur weiterempfehlen mal so eine private Tour zu machen.

Den restlichen Tag verbrachten wir Freunde dann zusammen mit unseren Kindern noch auf der Schloßinsel, denn hier gab es unter anderem auch einen Wasserspielplatz für die Kleinen. Die Betonung liegt auf “Kleinen”, denn ab 10 Jahre ist es wohl eher für die meisten Kinder uninteressant an den Wasserspielen sich zu amüsieren. Aber eine Abkühlung bei den sommerlichen Temperaturen hat noch keinem geschadet.

Am Nachmittag wollten wir unseren Ausflug dann noch mit einem leckeren Essen abschließen und sind ins nahegelegte Restaurant “Strandhaus” eingekehrt. Die Auswahl des Essens war schön übersichtlich, die Preise als Touristenort absolut in Ordnung als aber auch die Portionen entsprechend gut gefüllt, von der tollen Anrichte des Essens ganz zu schweigen. [WERBUNG, UNBEZAHLT]

So ließen wir den Tag dann ausklingen, auf der Terrasse des Restaurants mit Blick aufs Wasser und den vorbeifahrenden Kähnen. Wir werden bestimmt wieder kommen, denn die nahe Lage macht den Spreewald für alle Berliner und Brandenburger als ideales Ausflugsziel für die Familie.

 

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